Geschichte des Klaviers

Alte Mechanik früherer Klaviere

Das bereits in der Antike bekannte Monochord gilt gemeinhin als Vorläufer aller Tasteninstrumente.

Zu Beginn des 15. Jhdt. entwickelte ein Jurist, ein mit Tasten bedientes Psalterium. Dieses wurde weiterentwickelt, so dass daraus das Clavichord entstand.


Hieraus bildete sich schließlich das Cembalo mit seinen verschiedenen Variationen. Doch konnte die Klangstärke und die Lautstärke nicht variiert werden weil die Saiten gezupft, anstatt geschlagen wurden.


Bartolomeo Cristofori (1655-1731) war der erste dem es gelang ein Tasteninstrument zu erfinden das eine dynamische Spielweise erlaubte. Dieses Instrument sah äußerlich wie ein Cembalo aus, besaß aber Hämmerchen die auf die Saiten schlugen.


Das besondere war die Spielmechanik, bei der der Hammer gegen die Saite geprellt wurde und kurz vor dem Aufprall ausgeklinkte, um ein festklemmen sowie ein unerwünschtes abdämpfen der Saite zu verhindern.


Seine beiden Gesellen führten die Entwicklungen fort, jedoch endete in Italien mit ihrem Ableben die Hammerklavierbautradition.


In Deutschland kam zum Bau von Hammerklavieren, als Gottfried Silbermann um 1717 ein Hammerklavier von Cristofori, kennenlernte und unter die Lupe nahm. Er war ein Mann des Faches, gelernter Orgelbauer, und besaß zudem die nötigen Mittel um nun seinerseits mit dem Bau von Hammerklavieren zu beginnen.


Im Jahre 1726 präsentierte er sein erstes Hammerklavier, aufbauend auf der Mechanik von Cristoforis Klavier. Nach weiteren verbesserungen an der Mechanik in den darauffolgenden zehn Jahren war schließlich auch J. S. Bach von dem Ergebnis angetan.


Im siebenjährigen Krieg gingen viele der Studenten Silbermanns nach England und begründeten dort die Hammerklavierbautradition.


  

Einsaitiges Monochord

Hammerklavier von Cristofori 1722